Storytime: Bin ich das Ventil anderer?

Mit einem letzten Blick auf die Uhr verlasse ich die Wohnung. Ich schlendere das Treppenhaus herunter und freue mich innerlich auf einen guten Abend. Essen und Kino mit meiner besten Freundin. Durch mein graues Viertel gehe ich zu Fuß zum Hauptbahnhof. Grasgeruch steigt mir in die Nase. „Wohin des Weges junges Fräulein? Brauchst du noch nette Begleitung?“, höre ich aus der Richtung einer Männergruppe.  Lächelnd schüttele ich den Kopf und gehe weiter. Bemerkungen dieser Art gehören für mich seit ich am Düsseldorfer Hauptbahnhof wohne zum Alltag. Zugegebenermaßen konnte mich das anfangs noch aus der Ruhe bringen, aber mit der Zeit wurde mir klar, dass die Typen harmlos sind und nur ein bisschen Aufmerksamkeit wollen. An sonnigen Tagen kommt es vor, dass ich für ein paar Worte mal anhalte und mir eine der neuen Stories anhöre, doch heute ist dafür keine Zeit.

Am Hbf angekommen sehe ich auf der Anzeige, dass meine Bahn bereits fünf Minuten Verspätung hat. „Perfekt. Dann ist ja noch Zeit für einen Coffee to go!“, denke ich und steuere Backwerk an. Der Kaffeegeruch lässt mein Herz höher schlagen und auch die Tatsache, dass nur eine Kasse geöffnet ist und die Schlange endlos lang scheint, bringt mich jetzt nicht aus der Ruhe. Im Gegenteil: Das Warten auf dem Bahnsteig, wo mir der eiskalte Wind um die Ohren wehen würde, wurde durch den Geruch von frischgemahlenen Bohnen und warmen Croissants ersetzt. Jackpot.

Freitagabend – Feierabend. Gefühlt die halbe Welt drängelt sich durch den Hauptbahnhof ohne Rücksicht auf Verluste. Mit meiner Handtasche fest im Griff, komme ich nachdem mich insgesamt vier entnervte Reisende angerempelt haben, endlich am überfüllten Bahnsteig an.

Eigentlich wäre ich schon zu spät gewesen, aber bei fünf Minuten Verspätung des Zuges ist es natürlich nicht geblieben. Zehn weitere Minuten Wartezeit liegen vor mir. Ich nehme den ersten Schluck meines Kaffees und spüre die Wärme in meinem Bauch. Ich beobachte das rege Treiben auf dem Bahnsteig. Polizisten, die in Erwartungshaltung auf die bald antreffenden Fußballfans stehen. Ein kleiner Mann im Anzug, rot gestreifter Krawatte und schwarzer Aktentasche, der immer wieder genervt auf die Anzeige blickt und versucht den Zug in der Ferne zu erspähen. Eine Mutter, die sich mit angespanntem Gesicht bemüht, ihre drei kleinen quengelnden Kinder ruhig zu stellen und ein schnaubender Mann, der unentwegt mit sich selber redet: „Eine Unverschämtheit…Schon wieder Verspätung.. Scheiß Deutsche Bahn.“ Er steht nur ein paar Zentimeter von mir entfernt. Ich schaue ihn an und muss grinsen. Mir fällt das Zitat von Ella ein: „Nichts ist so schlecht, dass nicht auch etwas Gutes daran ist“. Mit diesem Gedanken nippe ich erneut an meinem Kaffee und spüre den Luftzug der ankommenden Bahn.

Wie immer möchte natürlich am liebsten jeder als Erstes in den Zug. Mit ein wenig Abstand beobachte ich das Gedränge und warte bis sich die Traube vor der Bahntüre auflöst. Ich schiebe mich auf dem Bahnsteig an den Personen vorbei, die gerade aus dem Zug ausgestiegen sind und lasse mich von der Masse in die offene Tür drücken.

In der Bahn angekommen, bitte ich ein junges Mädchen ihre Einkaufstüten vom letzten freien Sitzplatz zu nehmen. Sie schaut mich mit funkelnden Augen an, nimmt aber trotzdem kopfschüttelnd ihre Tüten zu sich. Ich lasse mich auf den Platz sinken und tippe eine kurze WhatsApp Nachricht an Rebecca, damit sie weiß, dass ich zu spät sein werde. Immer mehr Menschen quetschen sich durch den Gang. Ein unangenehmer Schweißgeruch zieht mir in die Nase. Ich inhaliere meinen Kaffee.

„Jetzt ist er schon zu spät, soll er doch mal endlich losfahren. Was wollen diese ganzen Menschen hier? Man kann ja auch die nächste Bahn nehmen.“, höre ich eine entnervte Stimme. Es ist der Mann, mir gegenüber. Der Mann, der am Bahnsteig bereits neben mir stand. Der Mann, der soviel negative Energie in sich trägt, dass es mir fast den Atem raubt. Er trägt riesige schwarze Kopfhörer und seine zusammengepresste Daunenjacke liegt auf seinem Schoß. Die Arme vor der Brust verschränkt.

Ich atme tief ein. Ich freue mich auf den Abend. Ich erinnere mich daran, wie schön der Tag war und wie schön der Abend werden wird. Die Bahn setzt sich in Bewegung. Verächtliches Jubeln meines Gegenübers: „Ja klasse! Sind ja auch nur 15 Minuten Verspätung bisher.“ Ironie kann er.

„Ey, du Affe! Was soll das?! Siehst du nicht, dass hier alles voll ist?“, höre ich eine raue Männerstimme wenige Augenblicke später brüllen. Ein weiterer Mann drückt sich an ihm und seinen zwei Begleiterinnen, die im Gang stehen, vehement vorbei. Er schiebt sich durch und kreischt dabei in heller Stimme:“Ich muss durch. Ich muss vorbei. Auf Seite!“. Eine der beiden Frauen im Gang kreischt hysterisch: „Er hat mich angefasst. Belästigung! DU SCHWEIN!“. Andere Reisende mischen sich ein, sprechen wild hin und her, tuscheln, schütteln den Kopf. Ich blicke den Mann an. Er hat eine deutlich sichtbare Behinderung: Down-Syndrom. Mitgefühl kommt in mir auf. Durch meine Kindheit, in der ich mit einer geistig behinderten Stiefschwester aufgewachsen bin, bin ich mir bewusster, dass viele Aktionen anders aufgefasst werden, als gemeint und das Unverständnis von Außenstehenden den Betroffenen nur so entgegen schwappt. Ich will was sagen, aber ich lasse es. Die Situation ist schon vorbei. „Ich zeige dich an du Perversling“, redet sich der Begleiter der beiden Frauen in Rage und wird von der anderen Frau beschwichtigt. Angefasst hat er sie nicht. Er ist einfach etwas zu direkt und unvorsichtig an ihnen vorbei.

Wie sollte es anders sein, mischt sich letztendlich auch mein Gegenüber ein. Er zieht die Kopfhörer runter und richtet sich zu der Gruppe: „Hat er was gemacht? Eingesperrt, nein direkt eingewiesen gehören solche Leute!“

Mir wird schlecht. Einatmen – ausatmen. Ich spüre innerlich, dass mir die Situation nahe geht. Ich möchte mich aber von der Negativität der anderen nicht herunterziehen lassen. „Ich könnte mich jetzt aufregen, aber ich möchte es nicht. Ich entscheide mich bewusst dagegen.“

Bei jedem Blick auf die Armbanduhr verdreht mein Gegenüber erneut die Augen. Er kaut die Nägel seiner angeschwollenen Wurstfinger. Er starrt mich eindringlich an. Dann schmatzt er wieder, macht große Blasen mit seinem Kaugummi und schaut im Minutentakt auf die Anzeige. Beim Kauen erinnert er mich an eine wiederkäuende Kuh. Nur leider sind Kühe auf grünen, schönen, weitläufigen Weiden um einiges entspannter.

Ich schließe die Augen und versuche meine Aufmerksamkeit wieder nur auf meine Vorfreude zu richten. Wir werden La La Land schauen, vorher lecker bei Vapiano essen gehen. Ich sehe meine beste Freundin. Wir werden über die vergangene Woche reden und uns über unsere neuesten Ideen austauschen.

„Wegen eines vorbeifahrenden Zuges, verzögert sich die Weiterfahrt um ein paar Minuten.“, tönt es durch die Lautsprecher. „Was ein WIXXER dieser Zugfahrer!!! Ich verpasse meinen Anschluss!“ brüllt mein Gegenüber. Seine Wurstfinger nun zu dicken Fäusten geballt. Tränen vor Wut in seinen Augen. „Wie kann man so behindert sein? Ich habe Geld für mein Ticket gezahlt. Bares Geld!“. Er wischt sich die Schweißtropfen von seiner Stirn und schaut mich mit zornigem Blick an. Ich muss mir meine Hand vor meinen Mund halten, um mein Lachen zu verbergen. Er sagt nichts. Sein Blick gibt mir zu verstehen, dass er in diesem Augenblick selber gemerkt hat, wie unbegründet seine Aufregung gerade ist. Er schaut aus dem Fenster, hört weiter Musik und steigt ein wenig entspannter an der nächsten Station aus.

Auch ich bin nach zwei weiteren Stationen endlich bei meiner Freundin angekommen. Mir wurde klar, wie viel Negativität ich in der letzten Stunde abbekommen hatte und wie viel Mühe es mich selber gekostet hat, ruhig und entspannt zu bleiben.

Ständig sind Menschen in Stresssituationen den Stimmungsschwankungen anderer ausgesetzt. Personen nutzen andere Menschen als Ventil, um ihren eigenen Frust loszuwerden. Ob bewusst oder unbewusst, werden wir durch negative Aussagen in eine Richtung gezogen. Negativ denken fühlt sich schlecht an, es macht uns krank und es bestimmt unser Leben. Wir empfinden das, worauf wir uns konzentrieren.

Du kannst selber entscheiden, worauf du dich konzentrieren möchtest. Tu es!

 

Persönlich: Acht Fakten über mich

Nach einer kurzen Pause auf meinem Blog bin ich wieder da! Die stressige Klausurphase an der Uni liegt hinter mir und ich starte wieder mit voller Freude und vielen Ideen im Kopf. Auf Instagram hat mich die liebe Foxyfelsworn für den Liebster-Award nominiert und mir im Zuge dessen ein paar persönliche Fragen gestellt, die ich heute natürlich gerne für sie und dich beantworte. Viel Spaß beim Lesen und lass mir doch mal deine Antworten auf die Fragen in den Kommentaren da! 🙂

1. Was schätzt du am meisten am Bloggen?

Großartig finde ich, dass ich zu 100% entscheiden kann, was hier passiert. Ich bin für meinen Content verantwortlich, schreibe über persönliche Erfahrungen und befinde mich damit im direkten Austausch mit anderen Bloggern und meinen Lesern. Außerdem finde ich es toll, interessante Persönlichkeiten auf anderen Blogs kennenzulernen. Viele persönliche Blogs finde ich unglaublich inspirierend, da sie mir Denkanstöße geben, auf die ich sonst nicht kommen würde.

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2.Wie lange gibt es deinen Blog schon?

Im März 2016 habe ich meinen Blog unter dem Namen brindleandblonde gestartet. Leider habe ich das ganze Thema schnell wieder aufgegeben, da ich mit meinem Namen nicht zufrieden war und nicht genau wusste, wo mich das ganze hinführen soll. Erst Ende des letzten Jahres habe ich mir vorgenommen, wieder regelmäßig zu bloggen. Seit Januar 2017 heißt mein Blog nun Jennys Journal mit eigener Domain und einer viel persönlicheren Note. Übrigens hat mich das Bloggen früher auch schon gereizt und ich hatte einen gemeinsamen Blog mit meiner Schulfreundin Vivienne.

3. Was ist dein liebstes Reiseziel?

Schweden – ein atemberaubendes Land mit wundervoller Natur. Im letzten Jahr sind mein Freund, mein Hund Kenai und ich 2,5 Wochen mit dem Auto durch Schweden gefahren und würden jederzeit wieder Richtung Norden zurück. Besonders empfehlen möchte ich an dieser Stelle Läckö Strand. Ein kleiner familiengeführter Campingplatz in der Nähe von Lidköping am Vänern-See. Unbedingt einen Besuch wert!

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4. Frühaufsteher oder Nachteule?

Ich bin wahrscheinlich das Gegenteil einer Nachteule. Abends um 20:15 Uhr ins Kino? Nicht mit mir. Ich werde schlafen! Und erst um 0:00 Uhr zur Party? No way! Da stehe ich lieber um 06:00 Uhr auf und frühstücke ausgiebig, als mir die Nächte um die Ohren zu schlagen. Sobald es dunkel wird, schaltet sich mein Gehirn ab.

5. Worüber schreibst du am liebsten?

Über alles, was mich in irgendeiner Weise beschäftigt und interessiert. Dabei versuche ich immer darauf zu achten, dass meine Erfahrungen auch für andere in irgendeiner Weise relevant sind und Leser eventuell motiviert werden.

6. Was ist dein Lieblingsbuch?

Ich lese gerne und  viel, höre aber auch oft Hörbücher. Da fällt die Entscheidung schwer. Begeistert bin ich jedenfalls von „Morgen kommt ein neuer Himmel“ und „Nur einen Horizont entfernt“. Die beiden Bücher von Lori Nelson Spielman würde ich jederzeit wieder lesen und uneingeschränkt empfehlen. Kennst du das Gefühl, wenn du ein Buch zu Ende gelesen hast und dann nicht mehr weißt, was du jetzt noch mit deinem Leben anfangen sollst? So ging es mir bei beiden Büchern…

7. Essen aus welchem Land magst du am liebsten?

Italien. – Pizza, Pasta, Antipasti. Ah, Hunger!

(und dabei habe ich die Lasagne gerade erst verschlungen..)

Für Zimtschnecken schlägt mein Herz seit Schweden auch einen Schlag schneller.

8. Wer ist deine größte Inspiration?

Mein Freund. Jeden Morgen springt er gut gelaunt aus dem Bett und sieht immer das Positive in Allem. Das finde ich bemerkenswert und inspiriert mich, mein Bestes zu geben!

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Zu guter Letzt möchte ich natürlich auch zwei liebe Menschen taggen:

  1. Meine Freundin Lena von https://buntkind.wordpress.com.
  2. Die liebe Svenja von https://zimtwetter.wordpress.com

Würde mich sehr freuen, wenn ihr meine acht Fragen beantwortet 🙂

  1. Bei welcher Frage hättest du Angst, sie ehrlich zu beantworten?
  2. Wie ging es dir bei der Veröffentlichung deines ersten Blogbeitrags?
  3. Wenn du morgen als jemand anderes wach werden könntest, wer würdest du sein?
  4. Welchen Moment deines Lebens würdest du gerne ein zweites Mal erleben?
  5. Welches Kompliment berührt dich am meisten?
  6. Was würdest du täglich tun, wenn Geld keine Rolle mehr spielen würde?
  7. Musstest du schonmal bei einem Film weinen und warum?
  8. Welche Person rufst du an, wenn du einsam bist?

Bis bald, Jenny.

Meine Highlights 2016 (Teil 1)

Obwohl das neue Jahr 2017 schon fortgeschritten ist, möchte ich gerne auf das letzte Jahr zurückblicken und euch zeigen, an welche Erlebnisse ich mich besonders gerne zurück erinnere und euch meine Gedanken dazu erzählen. Meine kleine Auswahl zeigt natürlich nur die „Crème de la crème“ und zwischen diesen Höhepunkten gab es viele kleine und große Glücksmomente, wundervolle Stunden und lehrreiche Gespräche mit Freunden und meiner Familie, für die ich sehr dankbar bin. Im ersten Teil geht es nur um meine wunderbare Freundin Rebecca. Ein Highlight meines Lebens.

1 ) Städtetrip nach London.

bestefreundeMein erster Urlaub mit meiner besten Freundin und es war
traumhaft! Wir haben schon immer davon gesprochen, einmal gemeinsam in New York shoppen zu gehen und haben jetzt erstmal „klein“ angefangen. Grundgedanke war natürlich, dass unser knappes Budget durch Hin- und Rückflug nach NYC gesprengt gewesen wäre und kein Shopping mehr zugelassen hätte. Aber es war eine tolle Entscheidung, eine wundervolle Zeit – die leider schnell vorbei war – aber immer in meinem Herzen bleiben wird. In London haben wir es uns richtig gut gehen lassen, waren in einem hübschen Hotel, oft essen und noch öfter shoppen. Es ist schon verrückt, wie viel Euphorie Topshop, Urban Outfitters & Co. auslösen können.

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Die typischen Touristenattraktionen haben wir nicht ausgelassen: wir waren auf der London Bridge, im National Gallery Museum und auf dem Camden Market und vielem weiteren. Als Höhepunkt haben wir den Sonnenuntergang im London Eye genossen. London muss ich unbedingt wieder besuchen. Eine fantastische Stadt. Aber noch viel weiter oben auf meiner Wunschliste steht der nächste Urlaub mit meiner Kindergartenfreundin Rebecca.  Irgendwann bestimmt auch nach New York.

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2 ) Konzerte: Coldplay und Beyoncé 

Beide  Konzerte habe ich im letzten Jahr ebenfalls mit Rebecca besucht. Ja, das war definitiv unser Jahr! Als feststand, dass Coldplay in Deutschland auf Tour gehen würde, waren wir beide begeistert. Unser Musikgeschmack war schon lange unser Ding.
Wir lieben Queen und haben sogar mal zusammen in der Schule ein Referat über Freddie, Bryan, Roger und John gehalten. Der Tag, an dem wir die Tickets gekauft haben, war besonders aufregend. Erwartungsvoll saß ich am Laptop, habe nervös 100x die Eventim-Seite neu geladen, um auch ja die besten Plätze zu ergattern. Von da an haben wir uns den 01. Juni herbeigesehnt und wurden am Tag der Tage nicht enttäuscht. Im Gegenteil: Es war grandios.

„And if you were to ask me
After all that we’ve been through
Still believe in magic?
Yes, I do
Of course I do.“ (Coldplay-Magic)

Die Geschichte zum Beyoncé Konzert ist eine ganz andere. Kein langes Warten sondern pure Spontanität. Morgens und noch ziemlich verschlafen habe ich  eine Benachrichtigung von Facebook erhalten: „Rebecca interessiert sich für eine Veranstaltung in deiner Nähe.“ Neugierig habe ich die Nachricht geöffnet und gesehen, dass Beyoncé am nächsten Tag ein Konzert in Düsseldorf geben würde. Von Rebecca wusste ich, dass sie sehr gerne hinwollte aber alle Karten ausverkauft waren. Ich finde Beyoncé auch klasse – eine echte Powerfrau – und plötzlich wollte ich unbedingt auf dieses Konzert. Unbedingt. Nachdem ich zwei Stunden lang alle möglichen Verkäufer auf Ebay-Kleinanzeigen angeschrieben hatte, hielt ich am Abend unsere Konzertkarten in der Hand. Rebeccas Freude, als ich ihr davon erzählte, ist eines der schönsten Dinge, die ich je erleben durfte. Glücksgefühle sind gar kein Ausdruck für das, was wir empfunden haben. Wir waren im Rausch des Glückes. Das Konzert am nächsten Tag war der Hammer. Wir haben die Tribüne zum Beben gebracht. Tränen des Glücks inklusive.

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Im kommenden Beitrag geht es dann mit zwei anderen Highlights weiter. Falls ihr wissen wollt, was Zimtschnecken damit zu tun haben, freue ich mich, wenn ihr wieder vorbei schaut.

In der Zwischenzeit könnt ihr eurer besten Freundin oder eurem besten Freund mal sagen, wie dankbar ihr seid, ihn/sie zu haben. Spread love!

Jenny

 

Dankbarkeit als Schlüssel zum Glück

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Bei vielen Menschen in meinem nahen Umfeld beobachte ich oft, wie sie sich durch ihre negative Grundeinstellung den Tag vermiesen lassen. Beispielsweise sinkt im Auto die Stimmung, weil gefühlt jede Ampel rot ist oder sich ein Sonntagsfahrer im Feierabendverkehr verirrt hat. Manchmal ertappe ich mich auch selber dabei, wie sich meine Konzentration auf negative Kleinigkeiten richtet. Da braucht nur die Bahn zu spät sein oder die heiß ersehnte Pizza vom Lieferservice kalt bei mir ankommen.

Natürlich wäre es besser seinen Fokus auf die schönen Dinge des Lebens zu lenken. Dass das aber nicht ganz so einfach ist, liegt daran, dass Menschen und Erlebnisse, die das Leben verschönern, häufig als selbstverständlich wahrgenommen werden.

Wir denken selten an das, was wir haben, aber immer an das, was uns fehlt. (Arthur Schopenhauer)

Dankbarkeit erfordert viel Übung – aber es lohnt sich.

Besonders Tagebücher zur Dankbarkeit machen glücklicher. Das Aufschreiben hat einen wesentlichen Benefit für den Erfolg. So sind wir angehalten uns wirklich aktiv und bewusst über unsere Gefühle klar zu werden und sie zu strukturieren. Außerdem können wir in Momenten, in denen es uns nicht gut geht, nachlesen und uns an das Positive zurückerinnern.

Ich habe für mich entdeckt, dass mir ein 5-Minute Journal dabei hilft, mich am Ende des Tages auf das Positive zu besinnen. Auch meine Achtsamkeit hat sich durch das Vergegenwärtigen deutlich verbessert.

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Als kleine Übung kannst du dir folgende Fragen stellen und sie in der kommenden Woche mal aufschreiben:

  • Wofür bist du heute dankbar?
  • Wann hast du zuletzt gelacht und weswegen?
  • Was hat dich heute motiviert?
  • Wem möchtest du einfach mal danke sagen?

In den kommenden Tagen zeige ich meine Highlights aus 2016, für die ich wahnsinnig dankbar bin.

Bis dahin noch einen wundervollen Sonntag.

Jenny

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Mein Umstyling mit YouTuberin Diana zur Löwen

Von Aufregung, Kennenlernen und Kaffee trinken

Am 17.12.2016 hat Diana zur Löwen auf ihrem Instagram Account einen Aufruf gemacht, um mit ihr zusammen in Köln ein Video zu drehen. „Ja, ich!“, dachte ich und ohne groß darüber nachzudenken, habe ich ihr umgehend eine Nachricht geschrieben:

„Hallo, ich hätte Lust :)) Liebe Grüße!“

In dem Moment war mir klar, dass Diana alleine auf ihrem Instagram Account über 537.000 Abonnenten hat und ich deshalb ohnehin nicht ‚die Auserwählte‘ sein würde. Umso mehr hat es mich umgehauen, als sie mir kurz danach zurück schrieb und wir uns für den Donnerstag vor Heiligabend zum Filmen am Chlodwigplatz verabredeten. Meine Aufregung kann ich hier gar nicht in Worten beschreiben. In meinem Kopf mischten sich alle möglichen Gefühle von Freude bis Beunruhigung.

Wie cool ist das denn bitte? Ich treffe Diana! Stimmt das wirklich? Werden wir uns finden? Oh man, ich werde gefilmt und fotografiert. Was ziehe ich bloß an?

An dieser Stelle gehörst du vielleicht zu den Glücklichen, die meine Gefühle nicht nachvollziehen können. Mich aber machen solche Situationen wahnsinnig nervös. Alleine zu wissen, dass ich mich doch irgendwie zum Affen machen könnte – vor allem bei so vielen Menschen, die das Video sehen würden. „Egal, wird schon werden“ sagte ich mir eindringlich und gefühlt war es dann schon im nächsten Moment soweit.

Am Morgen entschied ich mich dazu, einfach anzuziehen, was ich immer und am liebsten trage. Nichts Auffälliges, nichts besonderes, einfach ich und meine typische Frisur. So wie meine Freunde mich kennen und ich mich wohl fühle. Es sollte ja auch ein Umstyling werden. Wieso also sollte ich mich verstellen?

Gesagt getan kam ich ca. eine Stunde zu früh am Chlodwigplatz an, da ich auf gar keinen Fall zu spät sein wollte. Punkt 10 Uhr traf ich Diana und Jenna, die ihr an dem Tag beim Filmen geholfen hat, und war sofort positiv überrascht. Sie empfingen mich herzlich und Diana war zum Glück genauso, wie ich sie aus ihren Youtube Videos kenne. Einfach die liebe, süße Diana.

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Ein kleines Intro wurde gefilmt und meine erste Kameraangst verflog. Nervös war ich aber trotzdem noch. Um uns ein wenig kennenzulernen und vom Regenwetter aufzuwärmen, gingen wir in das Kaffeehaus auf der Severinsstraße. Ein wirklich gemütlicher kleiner Laden. Wir unterhielten uns über dies und das und tranken einen Cappuccino und warteten auf die Öffnung der Boutique, in der wir einkaufen wollten.

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Shopping, Shopping, Shopping

Keeploving – eine wundervolle Boutique. Ich war begeistert von den vielen schönen Klamotten, der angenehmen Atmosphäre und nichtzuletzt von der aufgeschlossenen Ladenbesitzerin Elmira.

Wir schauten uns um und ich hatte das Glück, so viele schöne Kleider anprobieren zu dürfen. Immer auch im Hinblick darauf mal etwas anderes zu finden, was ich sonst eher nicht anprobiert hätte.

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Diese Bluse finde ich z.B. unglaublich schön und deshalb war sie in meiner engeren Auswahl. Jedoch ist sie schwarz / weiß und somit ziemlich ähnlich zu dem, was ich am Morgen trug. Sieht so aus als müsste ich unbedingt noch einmal zu Keep Loving, um mir die Bluse zu kaufen 😉 Fühle mich darin wie ein kleiner Dalmatiner. Und ich liebe Dalmatiner. Haha.

Auch diese Bluse mit goldenen Tupfen fand ich sehr schick – war mir aber im Endeffekt zu schick. So elegant bin ich dann doch nicht. Beim Durchstöbern durch den gesamten Laden und nach einigen Anproben fiel mein Blick auf meinen neuen Schatz – meinen Mantel von Edited in orange / braun. Vermutlich hätte ich nach diesem Mantel, in einer normalen Shopping-Situation, niemals gegriffen, aber ich liebe die außergewöhnliche Farbe und den Oversize-Cocoon Schnitt und fühlte mich gleich pudelwohl. Bäm. Gesucht. Gefunden!

Zusätzlich zum Mantel kombinierten wir die grüne Hose, die ich bereits vorher schon anprobiert hatte und einen schlichten grauen Pulli. Der Pulli passt ganz hervorragend in meinen Kleiderschrank und lässt sich wunderbar mit auffälligen Teilen kombinieren. I love. Übrigens fiel die Wahl auf die schwarzen, spitzen Lederboots als Erstes. Sie waren die Letzten und glücklicherweise in meiner Schuhgröße. Zufall? Schicksal!

Neuer Look und Sprung über meinen Schatten

Als wären meine ganzen neuen Klamotten nicht schon genug gewesen, ging es für uns mit dem Taxi weiter zu Dianas Freundinnen Ann-Kathrin und Emma. Ann-Kathrin ist Hair and Make-Up Artist und verlieh mir einen neuen Look. Ich wurde geschminkt und bekam Locken.


Beim Blick in den Spiegel kam ich mir sehr ungewohnt vor. Es war gerade deshalb eine große Überraschung, da ich durch meine starke Sehschwäche während des Schminkens nichts sehen konnte. Das Augen-Make Up hat mir besonders gut gefallen, allerdings kann ich mich mit dem starken Rouge (was wegen der Fotos so stark sein musste) und der Lippenfarbe nicht zu 100% anfreunden. Der natürliche Look gefällt mir dann doch einfach besser. Aber ich bin sehr dankbar für die Erfahrung.

 

Fertig mit dem Styling schmiss ich mich dann schließlich in mein neues Outfit und machte mich bereit für die Fotos.

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Oh ja – die Fotos. Fotografiert werden ist grundsätzlich auf meiner Liste der Dinge, die ich am wenigsten leiden kann. Ich hab einfach keine Ahnung wann und wie ich gucken soll, wie ich stehen soll. Eine Situation, in der ich mich absolut unwohl fühle. Aus gutem Grund schiebe ich es seit zwei Jahren vor mir her, Bewerbungsbilder machen lassen. Egal – Zähne zusammenbeißen.

Emma, die Fotografin, war sehr nett und verständnisvoll und hat versucht, mir Mut zu machen. Ich mag mich aber selber auf den Bildern einfach nicht gern. Das bin nicht ich. Weder vom Make Up, noch von den Haaren oder von den Posen her. Aber zumindest bin ich mir jetzt sicher, dass hinter der Kamera stehen viel mehr Spaß macht und ich vollkommen talentfrei im Modeln bin. Übrigens ist Videodrehen dagegen meiner Meinung nach ein Klacks.


Nach dem ereignisreichen Tag waren wir zu guter Letzt noch im Ginyuu in Köln Sushi essen und ich war endlich so richtig entspannt und glücklich.

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Insgesamt war es eine tolles Erlebnis, das man vermutlich nur einmal im Leben mitnehmen kann. Ich bin selber stolz darauf, mich dieser Situation gestellt zu haben und glücklich über meine neuen Klamotten, meine Erfahrung und besonders über die Möglichkeit Diana und die ganzen anderen lieben Menschen kennengelernt zu haben. Danke dir, Diana! :*

Mit meinem Erfahrungsbericht möchte ich dich gerne ermutigen, über deinen Schatten zu springen und dich neuen Herausforderungen zu stellen. Nur so können wir wachsen und lernen.

Vielen Dank fürs Lesen und eine wunderschöne Woche!

Jenny

Das YouTube Video könnt ihr euch unter diesem Link ansehen. Alle Bilder in diesem Beitrag sind Ausschnitte aus dem Video oder von dem Shooting mit Picovelli. 

New Year: Warum warten so wichtig ist

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Der letzte Tag 2016. Grund genug für die meisten von uns das Jahr Revue passieren zu lassen und die Erwartungen für das neue Jahr festzulegen. Was ist im letzten Jahr gut gelaufen? Was muss sich für das neue Jahr verändern? Wie werde ich (noch) glücklich(er)?

Es ist sehr wichtig nach vorne zu schauen und Ziele zu haben. Nur so können wir fokussiert sein und an uns arbeiten. Aber eines sollte man nicht vergessen: keine Veränderung kommt über Nacht. Ein Jahreswechsel macht dich noch lange nicht zu einem gesünderen, sportlichen, ausgeglicheneren oder gar glücklicheren Menschen. Wenn du ehrlich auf deine Ziele der vergangenen Jahre zurückblickst, wirst du vermutlich auch feststellen, dass du nicht immer alles schaffen konntest. Auch obwohl es sich zu Beginn des Jahres noch so machbar angehört hat.

Ganz oft vergessen wir Zeit zu investieren, Geduld zu haben und auf die Erfüllung eines Wunsches zu warten. Träume auf die wir uns lange freuen haben einen besonderen Wert für uns. Glückliche Menschen schätzen kleine Dinge viel mehr, weil sie wissen, wie viel Geduld und Arbeit gefordert ist. Das „Sofort“ nimmt den Zauber weg.

Ziele setzen macht Spaß. Es ist wichtig. Bau dir deine Luftschlösser – aber sieh auch die kleinen Meilensteine auf deinem Weg!

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Freitagsgedanken: Studium mit Hund

Als ich vor gut einem Jahr die Entscheidung getroffen habe, einen eigenen Hund adoptieren zu wollen, wurde mir oft die Frage gestellt, wie ich das denn bloß mit meinem Studium vereinbaren wolle. Natürlich habe ich mir auch viele Gedanken darüber gemacht und hatte zeitweise Alpträume über alle möglichen Szenarien, in denen ich meinem Hund nicht gerecht werden konnte.

Ein Hund – eine Entscheidung für ein ganzes Leben – zumindest ein ganzes Hundeleben. Die erste eigene große Verantwortung für mich und in gewisser Maßen auch eine Einschränkung. „Du bist nicht mehr flexibel, wirst nicht mehr in den Urlaub fahren können, musst auch bei schlechtem Wetter raus, wie willst du das mit dem Studium vereinen und später im Berufsleben? Warte bis du Haus und Kinder hast!“ – waren nur einige der Kommentare auf mein Vorhaben.

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Und here I am, ein  Jahr nach meiner Entscheidung: glücklicher als jemals zuvor! Ich genieße jeden Tag mit meinem kleinen Kenai, habe noch nie so viel lachen können, freue mich auch bei Regenwetter auf das Spielen im Park, habe tolle Menschen beim Spazieren kennengelernt und neue Freunde gefunden. Ich habe mich selber weiterentwickelt und bin mir sicher, nun für mich und andere Verantwortung übernehmen zu können. Auch mein Studium profitiert davon, da ich viel ausgeglichener bin und bewusst Lernpausen einhalte und mich viel an der frischen Luft bewege.

Warum also warten bis das Studium vorbei ist? Wer versichert mir, dass ich im Berufsleben mehr Zeit haben werde oder im Rentenalter noch beweglich genug bin, meinem Hund gerecht zu werden? Jetzt lebe ich und kann nie wissen, was morgen kommt.

Jeden Leser dieses Textes möchte ich ermutigen,  seine Träume zu leben. Warte nicht auf den perfekten Zeitpunkt – den gibt es nämlich nicht! Nicht für Kinder, nicht fürs Auswandern, nicht für die Weltreise, für gar nichts. Wichtig ist, das Hier und Jetzt genießen, ausprobieren und glücklich sein.

happy weekend, Jenny.

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Öko, arrogant, Karohemd? Was denken Studenten über Studenten – Stereotypen an der Uni

Unbewusst assoziieren wir alltäglich Äußerlichkeiten und Verhaltensweisen stereotypisch und kategorisieren Menschen – so wird aus der blonden Kosmetikerin schnell die naive Tussi. Auch Studierende können sich vom Schubladendenken nicht lossagen und verbinden beispielsweise das Germanistikstudium mit der Qualifikation des Taxifahrens.

„Karohemd und Samenstau, ich studier‘ Maschinenbau.“ Oft gehört, doch was steckt wirklich dahinter? Sind wirklich alle Kunststudenten Traumtänzer und was sagen richtige Studenten dazu? Um der Sache auf den Grund zu gehen haben wir auf dem Campus der Universität Düsseldorf mehrere Studenten mit der Frage konfrontiert, welche Bilder sie von Studenten bestimmter Fachrichtungen im Kopf haben und nachgefragt, ob sich diese mit ihren eigenen Erfahrungen und dem Selbstbild decken. Ergeben haben sich eindeutige sich überschneidende Klischees.

Der Medizinstudent: Setzt man die Puzzleteile Kittel, Arroganz, Markenklamotten, Ehrgeiz, Fleiß und Intelligenz zusammen, ergibt sich laut der Aussage der Befragten das vollkommene Bild des aus guten Verhältnissen entstammenden Mediziners.

Der Jurastudent: Zu erkennen gibt er sich durch seinen maßgeschneiderten Hugo Boss Anzug und der perfekt gebundenen Krawatte. Sollte man ihn einmal etwas legerer in Chinohose und Seglerschuhen antreffen, so sind die Aktentasche mit unzähligen Gesetzestexten und der Burberry Schal trotzdem seine ständigen Begleiter. Übereifrig steht er dir auch ungefragt in jeder Lebenslage mit hutgemeinten juristischen Ratschlägen zur Seite.

Der BWLer: Äußerlich schwer vom Juristen zu unterscheiden, aber dennoch massentauglicher stolziert der BWL Student über den Campus: Zunächst einmal eingeschrieben, wird sich in Zukunft schon zeigen, wo die Vielzahl an noch orientierungslosen Studierenden in der Wirtschaftswelt einen Platz finden werden. Immer im Hinterkopf ein milliardenschweres Imperium auszubauen.

Der Philosoph: Die größten Mythen ranken sich um den kreativen Kopf desPhilosophen. Kiffend in der Sonne auf dem Rasen liegend schwafelt er von Gott und der Welt immer mit dem Grundsatz „Cogito ergo sum.“ während er die Club Mate aus seinem Jutebeutel zaubert. Solltest du dich mit ihm in der Cafeteria zum Mittagsessen verabreden, bedenke bitte, dass für ihn einzig die vegane Ernährung akzeptabel ist.

Der Naturwissenschaftler: Diese Art des Studenten ist meist in Rudeln anzutreffen, fast immer sind es männliche Exemplare. Die Nerdbrille entlarvt sie sicher als schlaue Mathematiker, Biologen oder Chemiker. Umgeben von ihresgleichen fühlen sie sich auf dem Campus so wohl, dass sie sich gern länger dort aufhalten – auch gerne über die Regelstudienzeit hinaus.

Obwohl alle Befragten eine genaue Vorstellung der vorgestellten Studenten hatten, ist auf Nachfrage deutlich geworden, dass sich das Selbstbild der Studenten nicht unbedingt mit ihren eigenen Bildern deckt und sie nach genauerem Überlegen auch keine Bekannten oder Freunde haben, die wirklich alle genannten Klischees erfüllen. „Zeig mir wie du aussiehst und ich sag dir wer du bist“ – so einfach ist es nicht.

(verfasst 17.03.2016 während des Seminars „Einstieg in die Medien“ an der Universität Düsseldorf)

Food Diary: New Year – new me? Ein Zwischenstand

12769514_10204108544993741_1381328325_nFür die einen ein festes Ritual, für die anderen absoluter Blödsinn: Neujahrsvorsätze.

Ich liebe Planen und somit setze ich mir auch gerne Ziele für das neue Jahr. Natürlich denke ich nicht, dass mich der nächste Tag, nur weil er sich als Neujahr bezeichnet, zu einem neuen Menschen macht – trotzdem finde ich die Vorstellung wunderschön einen Neustart geschenkt zu bekommen und fühle mich dadurch sehr motiviert.

Auch im Dezember 2015 habe ich mir Gedanken darüber gemacht, was ich für 2016 gerne verbessern bzw. verändern würde. Vieles ist im vergangenen Jahr super gelaufen aber einige Dinge hat doch jeder von uns, die gerne aufgeschoben werden, fest im Hinterkopf verankert sind, aber noch auf den passenden Zeitpunkt warten.

So war es bei mir mit Sport. Ich habe schon immer sehr gerne Sport gemacht, war früher in unzähligen Vereinen von Schwimmen über Faustball, Hip-Hop Tanz, Leichtathletik und einigen mehr. Doch seit ich aus der Schulroutine rausgekommen bin und mir meine Tage rund um Vorlesungen, Seminare und Selbstlernen selber einteile, ist der Sport auf der Strecke geblieben. Einige Male hat mich im vergangenen Jahr die Motivation gepackt und ich habe das ein oder andere Workouts gemacht, war beim Zumba und sogar ein paar Mal joggen, doch nichts habe ich durchgezogen, weil dann wieder etwas dazwischen gekommen ist und der liebe Sport in Vergessenheit geriet.

Am 01.01.2016 habe ich nach den faulen Feiertagen meine Motivation zusammengesammelt, mir neue Ziele gesteckt und begonnen mit dem Fitnessprogramm von Sophia Thiel dreimal wöchentlich Kraftsport zu machen und meine Ernährung  zu optimieren. Mittlerweile mache ich zusätzlich noch Yoga und gehe dazu noch täglich mehrere Stunden mit Kenai spazieren. Sobald man mal in eine gewisse Routine reinkommt, läuft es plötzlich sehr einfach und es macht mir unglaublich Spaß. Besonders motivierend ist die Gewissheit, dass sich der Körper verändert. Damit meine ich nicht nur die Optik sondern auch die Stärke, Belastbarkeit und Kondition. Mein erster Liegestützversuch endete mit meiner Fresse auf der Matte und jetzt mache ich für meine Verhältnisse schon gute 15 Wiederholungen in einem Satz.

Auch die Ernährung fällt mir immer leichter. Ich habe immer schon sehr gesund gegessen und kann ohne Obst nicht leben. Jedoch habe ich oft Fehler gemacht indem ich beispielsweise nicht eine Handvoll Obst gegessen habe sondern stattdessen 1 Melone, 1 Mango, 1 Paket Erdbeeren und 2 Bananen auf meinem Frühstücksspeiseplan standen. Zucker, Zucker, Zucker und ich habe es nichtmal realisiert, weil ich einfach nur davon ausgegangen bin, dass es gesund ist und mir dazu sehr lecker schmeckt.

So sieht übrigens ein ganz normaler Tag bei mir aus:

Frühstück: 250 Gramm Joghurt (Magerstufe), Püree aus Erdbeeren und Himbeeren, 2 EL Haferflocken, 1 EL Leinsamen, Kokosflocken, frische Erdbeeren und Heidelbeeren

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Mittagessen: 1 Scheibe Vollkornbrot, Frischer Spinat, Rührei, Kirschtomaten, Zwiebel, Frischkäse, Basilikum

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After-Workout-Snack: Kokosmilch, 1 Banane, ein paar gefrorene Himbeeren

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Abendessen: Chili con Carne: Mageres Hackfleisch, gestückelte Tomate, Zucchini, Paprika, Kidneybohnen, Mozzarella, Tomatenmark, Zwiebel

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Düsseldorf – Topspots für Hunde

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Seitdem ich mit Kenai in Düsseldorf unterwegs bin, habe ich viele wunderschöne Plätze gefunden, die mir vorher nie aufgefallen wären. Wie es bei den meisten ist, war es auch bei mir so, dass ich zu Beginn meiner Zeit in Düsseldorf eigentlich nur den Weg zur Uni, zum Supermarkt und zum Bahnhof und zurück kannte. Die Stadt habe ich erst richtig mit Kenai kennengelernt. Immer auf der Suche nach den schönsten Gassirunden und Hundespielplätzen komme ich nicht selten an wunderschönen kleinen Boutiquen, tollen Straßen und originellen Cafés vorbei, welche ich sonst nie hätte finden können. Wer irrt sonst schon ohne Ziel in der Gegend rum, wenn nicht mit Hund? In diesem Artikel möchte ich aber erstmal meine Lieblingsorte vorstellen, an denen Kenai so richtig rennen kann.

Definitiv auf Platz 1 unserer Lieblingsplätze ist der Düsseldorfer Volksgarten mit dem sich anschließenden Südpark. Er bietet nicht nur genug Platz um im Sommer mit Freunden auf der Wiese zu grillen sondern lädt auch zu ausgiebigen Spaziergängen unter großen Bäumen ein. Auch schon bevor ich Kenai hatte, war ich öfter mit meinem Freund dort, nicht zuletzt, weil es auch der kürzeste Weg mit dem Fahrrad zur Uni ist. Der Hundeauslauf (eingezäunter Platz, an dem Hunde frei laufen können) im Volksgarten ist ein Witz (zu klein, zu schattig und besonders matschig), jedoch läuft Kenai an nicht so sehr besuchten Tagen meist ohne Leine (leider besteht eigentlich Leinenpflicht, also pssst!). Besonders in den Morgen- und Vormittagsstunden genieße ich im Volksgarten die absolute Ruhe und beobachte Enten, Wildgänse und Schwäne und freue mich, wenn ich wieder die kleinen süßen Eichhörnchen über die Wiese huschen sehe.

Sehr gerne laufe ich auch am Rhein entlang. Möchte ich meine Ruhe und viel Platz zum Ballwerfen und co. fahren wir immer nach Düsseldorf-Hamm und machen uns von dort auf den Weg bis zum Medienhafen, wo ich mir dann zur Belohnung einen Cappuccino gönne. Auch wunderschön und weitläufig ist es auf der anderen Seite des Rheins in Oberkassel. Dort besteht auch die Möglichkeit für Hunde im Rhein schwimmen zu gehen und an manchen Tagen werden dort sogar Drachen steigen gelassen

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Für mich ist der schönste eingezäunte Hundefreilaufplatz auf den Rheinwiesen in Golzheim (U-Bahn Station Golzheimer Platz). Dort sind Hunde aller Rassen, Größen, Altersklassen vertreten und genauso unterschiedlich sind auch ihre Besitzer. Dort fahre ich am liebsten mit Kenai hin, wenn ich viel Zeit habe, da er sich dort richtig auspowern kann. Die Rheinwiesen sind so weitläufig, dass man alle Arten von Sport praktizieren kann und auch wie im Volksgarten wunderbar grillen kann und eine gute Zeit mit Freunden hat.

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